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"Die Feurige"
Norwegische Waldkatze
Wirkungskreis: Regentin
blue-tortie-smoke / white
geb. 13.10.2008
Hannah ist spannend anzuschauen mit ihrem wildkatzenhaften Blick, der üppigen Fellpracht, ihrem megalangen Schwanz und all den bunten Tupfen im Pelz - eine echte Tortie-Deern mit einer frechen Flamme auf der Stirn, die auf ihr feuriges Wesen zu weisen scheint. Während die übrigen Norweger "ihren Bikini hervorkramen" ;-), sobald es wärmer wird, legt sie nur das Allernötigste ab und trägt auch im Sommer einen mächtigen seidenweichen Pelz mit sich herum. Hannah hat mich nicht adoptiert, ich gehöre ihr, keine Frage. Eine sehr stolze Norwegerin. Mit einer gerade majestätischen Robe ausgestattet und ein wenig kurzbeinig stolziert sie durch unser Leben, ihre vom Standard auf reizende Weise abweichende Stupsnase ein wenig "verschnupft" in die Höhe gereckt ;-)
Bei der Mahlzeit allerdings vergisst sie alle guten Manieren und führt sich auf, als wäre es ihre letzte. Und wird eine feine Innerei für die Tiere zerschnetzelt, kommt es hin und wieder vor, dass dieser wilde Feger mir waghalsig ins Geschirr fährt und einen saftigen Streifen Fleisch erbeutet, um ihn genüsslich zu zernagen.

"Unser Hausgeist"
Rasse: Europäische Kurzhaarkatze
Wirkungskreis: Jagdpächterin
black + ein Büschel weißer Haare am Hals
geb. 22.07.2000
Mora und ihr Bruder Topolino* kamen zu uns, als wir nach Karsroy zogen. Als Kitten trug Mora eine schicke Geisterzeichnung, wie man auf ihrem Babyfoto sieht. Viel ist in all den vergangenen Jahren geschehen, hat sich fortentwickelt, gewandelt, doch die Gegenwart unseres kleinen schwarzen Hausgeistes ist ein beständiger Bestandteil in diesem lebendigen Voranschreiten.
Mora gehört zu den Katzen, die sich selbst genügen. In all ihrer Bescheidenheit fordert sie nur ein Ritual ein: Bevor im Haus alle Lichter erlöschen, erwartet sie ihren speziellen Pfiff, der ihr ein üppiges Mahl, von einer liebevollen Hand serviert, verspricht und einen ruhigen, warmen Platz für die Nacht. Und bevor die "Zotteln" erwachen und ihr den Futternapf streitig machen, ist sie schon wieder über alle Angeliter Berge. In der unwirtlichen Jahreszeit zieht es uns' Mora aber zurück an den warmen Ofen. In diesen dusteren Tagen muss sie immer mal wieder ihr gutes Recht auf ihre großzügig bemessene Individualdistanz und auf ihren Lieblingsplatz durchsetzen. Das Haus ist groß, kuschelige Nischen gibt es viele. Doch es gibt nun mal ein paar wenige ganz besondere Orte, deren Energie unseren Puschentigern besonders bekömmlich scheint.

Rasse: Europäische Kurzhaarkatze
Wirkungskreis: Ofenbesetzer
black silver tabby mc.
geb. 22.07.2000 / verst. 15.03.2006
*Mein damaliges Katerchen wurde leider nur 6 Jahre alt. Der Grund für sein ausgesprochen häusliches und ruhiges Wesen erschloss sich für uns auf dramatische Weise: Wir mussten ihn damals wegen eines schweren Bandscheibenvorfalls loslassen. Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass eine Katze daran erkranken kann! Der Name Topolino wird nun an einen süßen kleinen Hupfer weitergereicht. Ich bin mir sicher, dass Topolino sen. nichts dagegen hat.

"Der sanfte Löwe und Kumpane"
NFO-Kater
Wirkungskreis: Gesellschafter, Kindermädchen, Geschichtenerzähler
red tabby mc. / white
geb. 24.04.2009
Joschis Aufgabenbereich ist aufgrund seines Multitalents recht vielgestaltig. Er hat sich als zuverlässiges Kindermädchen unserer Welpen bewiesen und sorgte für die nötige Gelassenheit und Ruhe in der Katzengruppe, während sich Agatha einlebte. Er ist ein geduldiger Gesellschafter unserer Katzen, deren Lebensraum sich auf das Haus und das Freigehege beschränkt, und er hat sich im Laufe der Zeit zu einem treuen Begleiter entwickelt. Ohne große Ansprüche fordert er für all diese Jobs lediglich etwas in 'n Magen, und zeichnet sich dabei als Allesvertilger aus. And last but not least ist er ein erklärter Schmuselöwe, dem bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit nach einer Streichelzeit gelüstet.
Zu Joschis Fotoalbum
Freigänger auf Karsroy
Ein heikles Thema, bei dem sich die Gemüter scheiden. Viele Katzen genießen ein erfülltes Leben als Stubentiger, weil sich ihr Personal darauf versteht, ihnen einen abwechslungsreichen genussvollen Alltag zu gestalten.
Wir sind in der glücklichen Lage, für unsere Tiere zwischen Wohnungshaltung und Freigang wählen zu dürfen und haben unsere Entscheidung für unsere Katzen und uns getroffen. Damit mache ich nun seit über drei Jahrzehnten sehr unterschiedliche und bisher - toitoitoi - nur schöne Erfahrungen. Aus Überzeugung steht all unseren Kastraten unser kleines Paradies in dieser herrlichen Pampa zur Verfügung, sobald sie aus der Sturm- und Drangzeit heraus sind. Angst vor Diebstahl? Oh, unser Land wird von einem äußerst wachsamen Hunderudel behütet! Keine gute Adresse, ungebeten einzudringen. Angst davor, unsere Lieblinge durch eine Treibjagd oder einen übereifrigen Jagdpächter zu verlieren? An brenzligen Tagen wird kurzerhand eine Ausgangssperre über unsere Samtpfoten verhängt, und obendrein sind alle unsere Knuffis auf einen Futterpfiff konditioniert, so dass wir sie im Notfall rasch nach Hause rufen können. Riskant bleibt es, selbstverständlich! Doch wer kann sich schon gegen jeden und alles versichern, absichern. Wir tragen gern diese Verantwortung und respektieren zugleich die Einstellung jener, die grundsätzlich dieses unbestrittene Wagnis ablehnen und keine Kitten in den Freigang abgeben.
Die Freiheit wurde und wird von unseren kastrierten Miniatur-Raubkatzen auf sehr unterschiedliche Weise genutzt. Topolino sen. beispielsweise war ausgesprochen häuslich, seine Schwester Mora liebt die Ungebundenheit. Joschi besucht tagsüber seine Lieblingsplätze auf Karsroy, um immer wieder daheim nach dem Rechten bzw. in den Napf zu sehen und begleitet mich gern über Land. Und Hannah ist ein überzeugter Stubenhocker und nimmt allemal ein Sonnenbad auf der Terrasse.
Diese wahrhaft artgerechte Hal-tung müssen wir unseren nicht kastrierten Katzen leider verweh-ren, um unkontrollierte und somit unerwünschte Trächtigkeiten zu vermeiden.
Unsere Wohnungskatzen begnügen sich aber anstandslos mit dem Catrun, um ihren Bedarf nach frischem Wind um die Nase und einem halbschattigen Plätzchen hoch oben in Sperlingslust zu decken - ein Kompromiss, mit dem sie gut leben können, es uns mit Ausgeglichenheit und Frohsinn, einem glänzenden Fell und leuchtenden Augen und einem fitalen Immunsystem danken. Was will man mehr!
Ha! Frau wünscht sich einen katzenein- und ausbruchsicheren Garten! :-))) Manntje, Manntje, Timpe Ti, Hering, Hering inne Schlie, mine Fru de Anneros' will so völ, wat mok we bloot! ... (ich habe den Schnack vom Fischer und seinem Buttje vorsorglich lieber abgewandelt - wer weiß, wer sich dank seines Copyrights eine goldene Nase daran verdienen und damit seinen Verlag sanieren könnte. "Scherz" beiseite. Neenee, wir brüten gemeinsam über dieser Idee! Schau'n wir mal, wie lange wir daran herumtüfteln und derweil tüchtig Strümpfe stricken ;-)
Unsere Wasserstelle existierte in dieser Form (Foto links) nur kurze Zeit. Hübsch anzusehen, keine Frage. Und der Unterhaltungswert für unsere nicht wasserscheuen Katzen war unübersehbar! Und wir ängstigten uns auch nicht vor möglichen Einzellern, die sich in diesen Gewässern wohl fühlen und unsere Katzencrew infizieren könnten - jedes Tier mit einem gesunden Instinkt zieht schließlich eine Pfütze, abgestandenes Regen- oder Teichwasser dem toten Wasser aus der Leitung vor. Doch wir wählten als Gefäße zwei Maurerbaljen, eine kopfüber in die andere versenkt, zuoberst mit Steinen, Pflanzen, Trinkschale und einem Wasserspiel garniert. Was wir nicht wussten, das Material wird inzwischen aus asiatischen Produktionen mit äußerst bedenklichen Weichmachern versetzt, die u.a. zur Sterilität führen können - Gerücht oder nicht, wir haben das nett anzuschauende Arrangement kurzerhand wieder aus dem Catrun entfernt und gegen die alt bewährten Keramikschalen ersetzt.

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